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Begriffe aus dem EU-Jargon, leicht erklärt

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Term Definition
Fachkräfteprogramm

Instrument der Entwicklungszusammenarbeit, das einen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der betreffenden Länder leisten will durch die Aktivierung von Personen, die im Ausland gelebt und gearbeitet haben und bereit sind, ihre so gewonnenen Erfahrungen in ihrem Herkunftsland anzuwenden. Der Schwerpunkt eines Fachkräfteprogramms kann auf entwicklungspolitischen Zielsetzungen oder auf der Reintegration von Migranten in ihrem Herkunftsland liegen. Es umfasst Maßnahmen wie befristete Gehaltszuschüsse, Einarbeitungspraktika und Existenzgründerförderung. Ziel von Fachkräfteprogrammen ist es, den „brain drain" wieder rückgängig zu machen.

Feinsteuerungsoperationen

Allgemein Einsatz geldpolitischer Instrumente, mit denen eine Zentralbank kurzfristige Schwankungen der Bankenliquidität ausgleicht. Im Eurosystem unregelmäßig durchgeführte Offenmarktgeschäfte, um insbesondere die Auswirkungen unerwarteter marktmäßiger Liquiditätsschwankungen auf die Geldmarktzinsen auszugleichen. Sie erfolgen in der Regel über befristete Transaktionen, können aber auch in Form von Devisenswapgeschäften oder Outright-Geschäften durchgeführt werden. Zur zeitweiligen Abschöpfung von Liquidität kann das Eurosystem den Banken ferner die Hereinnahme von verzinslichen Termineinlagen anbieten.

Fernuniversität

Staatliche Hochschule mit Sitz in Hagen, die ausschließlich Fernstudiengänge anbietet. Das Studienangebot umfasst Studiengänge mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss (Diplom, Bachelor, Magister), und weiterführende Studiengänge.

FIGF

Finanzinstrument zur Lenkung des Fischereisektors (Financial Instrument for Fisheries Guidance, FIFG)

Die Kommission hat dass mehrjährige Ausrichtungsprogramm (Multi-Annual Guidance Programmes, MAGP) im Fischereisektor geschaffen, in dem Größe und Fischfangaktivitäten der EU-Fischfangflotten für die nächsten Jahre festgelegt werden. Mit dem dazugehörigen Finanzinstrument zur Lenkung des Fischereisektors (Financial Instrument for Fisheries Guidance, FIFG) werden bei der Reduzierung von Fischfangkapazitäten Ausgleichsgelder zur Verfügung gestellt.

Finalität Europas

Dahinter verbirgt sich die Frage, was der Zweck der Europäischen Union ist und ob es ein Ende der europäischen Integration gibt. Das ursprüngliche Ziel der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl bestand darin, die Schlüsselindustrien der Mitgliedstaaten eng aneinander zu binden und so Kriege auf europäischem Boden zu verhindern. Der wichtigste EU-Zweck ist dagegen, den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern und ein hohes Beschäftigungsniveau zu erreichen. Dies will man vor allem dadurch erreichen, dass man den gemeinsamen Binnenmarkt vollendet. Es gibt aber noch weitere Ziele, die alle in Artikel 2 des EU-Vertrags niedergelegt sind: So verfolgt die EU mittlerweile eine gemeinsame Sicherheits- und Außenpolitik (GASP) oder bildet einen gemeinsamen Raum des Rechts (Grundrechtecharta). Die Diskussionen um die Finalität Europas befassen sich auch mit anderen denkbaren EU-Zielen. Man könnte die Aufgaben der Gemeinschaft erweitern und die "Vereinigten Staaten von Europa" aus der Taufe heben. Man könnte sie aber auch auf eine friedensstiftende Freihandelszone souveräner Staaten zurückführen.

Finanzierung des EU-Haushalts

Da die Europäische Union über keine eigenen Einnahmequellen, wie beispielsweise eine eigene Steuerkompetenz, verfügt, wird der EU-Haushalt von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union finanziert. Die im Wege der Mitgliedstaaten bereitgestellten Eigenmittel stammen aus drei Hauptquellen: aus Einfuhrzöllen und Anteilen aus der Mehrwertsteuer sowie aus einem weiteren Betrag der Mitglieder, der auf Grund des Bruttonationaleinkommens (BNE) berechnet wird. Für den Betrag, über den die EU verfügen kann, ist eine Höchstgrenze von 1,24% des BNE festgelegt. Dieser Rahmen wird jedoch nicht ausgeschöpft; derzeit liegt der Betrag für das EU-Budget bei ca. 1%. Ca. 45% der Beträge fließen im Wege von Förderungen in die nationalen, regionalen und kommunalen Ebenen wieder zurück. Der EU-Haushalt darf kein Defizit aufweisen. Begrenzt werden die Ausgaben auch durch die Finanzielle Vorausschau. Der Haushalt wird von der Kommission eigenverantwortlich vollzogen, sie muss darüber jedoch jährlich gegenüber dem Europäischen Parlament Rechenschaft ablegen. Siehe auch: Haushalt

Finanzinnovationen

Sammelbegriff für neue Finanzinstrumente, -märkte und Handelstechniken. Beispiele für Instrumente sind etwa Finanzderivate, Geldmarktfonds und Commercial Paper, für neue Märkte z. B. Euromärkte und Terminmärkte. Bei neuen Techniken handelt es sich etwa um die verbreitete Nutzung des computerisierten Börsenhandels. Finanzinnovationen sollen zur effizienteren Bereitstellung von Finanzdienstleistungen und zur kostengünstigeren Abwicklung von Finanztransaktionen beitragen. Vor allem seit Anfang der achtziger Jahre kam es mit den Fortschritten in der Informations- und Kommunikationstechnologie an den Finanzmärkten zu einer Welle von Finanzinnovationen, die zumeist in den USA entwickelt worden waren.

Finanzmärkte

Umfassender Begriff für den Handel mit Finanzierungsmitteln. Zu den Finanzmärkten zählen insbesondere die Wertpapiermärkte, aber auch der Markt für Schuldscheindarlehen oder für Euro-Kredite. Finanzmärkte können nach genau festgelegten Regeln funktionieren, wie etwa die Börsen, oder sich aber aufgrund von Handelsgewohnheiten herausbilden, wie z. B. der Telefonhandel zwischen Banken.

Floating

(aus dem Englischen: to float = schwanken) Preisangabe der Parität der eigenen Währung zu den Währungen der anderen, dem Wechselkurssystem angehörenden Länder. Die Zentralbank wird von der Verpflichtung befreit, ihr angebotene Devisen zu festgesetzten Kursen anzukaufen. Die Kursbildung wird den Angebots- und Nachfragebedingungen am Devisenmarkt überlassen.

Freihandelszone

Eine Freihandelszone ist eine Gruppe von mindestens zwei Zollgebieten, zwischen denen die Zölle und andere den Außenhandel beschränkenden Maßnahmen beseitigt sind. Die in einer Freihandelszone zusammen geschlossenen Staaten behalten ihre nationalen Außenzölle gegenüber Drittländern. Europäisches Beispiel einer Freihandelszone ist die 1960 gegründete EFTA.

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Glossary 2.8 uses technologies including PHP and SQL

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