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Digitale Agenda für Europa - der Schlüssel zu Europas künftigem Wohlstand

Geschrieben von Olga Abramczyk. Veröffentlicht in FörderNews

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Die EU-Kommission hat einen Plan für die digitale Agenda Europas entworfen, nach dem in der Europäischen Union ein einheitlicher digitaler Wirtschaftsraum entstehen soll. Dieser soll den EU-Bürgern grenzüberschreitenden Einkauf und Handel erleichtern und die Internetnutzung in der Gesellschaft fördern.


"Die Hälfte des Produktivitätsanstiegs der letzten 15 Jahre geht auf die Informations- und Kommunikations­technologien (IKT) zurück", so der Kommissionsbericht über die digitale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Darüber hinaus benutzen sechs von zehn Europäern regelmäßig das Internet. Dem Bericht zufolge ist die IKT-Branche eine der wichtigsten Triebkräfte der europäischen Wirtschaft. Dabei gehen die seit 1995 in der EU erzielten Produktivitätsgewinne zu 50 % auf das Konto der IKT, was dank dem technischen Fortschritt und der Investitionen in dem Sektor möglich war. Der Berricht  betont, dass damit Europa die möglichen Vorteile der digitalen Wirtschaft voll ausschöpfen kann, müssen verstärkte Anstrengungen unternommen werden. So ist es nötig, schnellere Breitbanddienste zur Verfügung zu stellen, das Vertrauen der Menschen in das Internet zu stärken, den Wissensstand der Bürger zu erhöhen und die IKT-Innovation noch intensiver zu fördern.

Die Kommission hat in diesen Bereichen spezifische Maßnahmen vorschlagen, und zwar im Rahmen ihrer digitalen Agenda für Europa, einer der Leitinitiativen der in Kürze anlaufenden Strategie „Europa 2020“.
Zu den Aktionsbereichen der Digitalen Agenda gehören:
  • Ein pulsierender digitaler Binnenmarkt, der erreicht werden soll durch:

  1. Öffnung des Zugangs zu Ihnalten;
  2. Vereinfachung online und grenzüberschreitend ausgeführter Transaktionen;
  3. Vertrauensbildung im digitalen Umfeld;
  4. Stärkung des Binnenmarkts für Telekommunikationsdienste;
  • Interoperabilität und Normen, soll erhöht werden durch:

  1. Verbesserung der IKT-Normung;
  2. Förderung einer besseren Nutzung von Normen und Standards;
  3. Größere Interoperabilität durch Koordinierung;
  • Vertrauen und Sicherheit, beinhaltet:
  1. Politik zur Stärkung der Netz- und Informatonssicherheit auf hohem Niveau;
  2. Entstehung von Legislativinitiativen zur Bekämpfung von Cyberangriffen auf Informationssysteme;
  • Schneller und ultraschneller Internetzugang, soll erreicht werden durch:
  1. Garantierte universelle Breitbandversorgung mit steigenden Geschwindigkeiten;
  2. Förderung des Ausbaus von NGA-Netzen;
  3. Offenes und neutrales Internet;
  • Forschung und Innovation, beinhaltet:
  1. Verstärkte Anstrengungen und Effizienzsteigerung;
  2. Vorantreiben von IKT-Innovationen durch Nutzung des Binnenmarkts;
  3. Offene Innovation unter Federführung der Wirtschaft;
  • Verbesserung der digitalen Kompetenzen, Qualifikationen und Integration, soll erreicht werden durch:
  1. Digitale Kompetenz und Qualifikationen (IKT-Anwenderqualifikationen und eBusiness-Qualifikationen);
  2. Integrative digitale Dienste;
  • IKT-gestützte Vorteile für die Gesellschaft in der EU, beinhaltet:
  1. Die IKT im Dienste der Umwelt;
  2. Tragfähige Gesundheitsfürsorge und IKT-gestützte Hilfen für ein würdiges und unabhängiges Leben;
  3. Förderung von kultureller Vielfalt und kreativen Inhalten;
  4. Elektronische Behördendienste (eGovernment);
  5. Intelligente Verkehrssysteme für effizienten Verkehr und bessere Mobilität;
  • Internationale Aspekte der Digitalen Agenda.

Alle acht Aktionsbereiche der Digitalen Agenda für Europa werden in der Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts-und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen genau beschrieben. Das Dokument beinhaltet auch von der Kommission vorgeschlagene Aktionen, die für die Erreichung der Ziele der Digitalen Agenda notwendig sind.

Weitere Dokumente (EN) zur Digitalen Agenda für Europa finden Sie hier.


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