Eurobarometer zu Europa 2020
Die Europäische Kommission gibt regelmäßig Umfragen in Auftrag, die im sogenannten Eurobarometer aufbereitet werden. Im März veröffentlichte die Kommission die Ergebnisse einer Befragung vom November 2011, die sich mit den Zielen der europäische Wirtschaftsstrategie Europa 2020 auseinandersetzt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Europäer einerseits großen Handlungsbedarf in wirtschaftlichen und ökologischen Fragen sehen, sich aber andererseits insgesamt nur schlecht darüber informiert fühlen, was die Europäische Union bezüglich dieser Herausforderungen konkret unternimmt. In einer detaillierten Auflistung wurden die europäischen Bürgerinnen und Bürger zu den einzelnen Aspekten der Europa 2020 Strategie befragt, so etwa nach der Modernisierung der Arbeitsmärkte oder auch nach Maßnahmen zur Stärkung des Unternehmertums. Allerdings fehlt die grundsätzliche Frage, ob den Befragten die entsprechende Strategie überhaupt bekannt ist. Die Unterstützung für Ziele wie „Arbeitslose und Arme unterstützen“ (85 Prozent der Europäer sind dafür) oder „gute Bildung als Schlüssel für hochqualitative Forschung“ (84 Prozent) ist dabei wenig überraschend. Das Barometer zeigt wechselhafte Stimmung an. Weniger vorhersehbar erscheinen hingegen die Antworten auf die Frage nach dem Grad der Informiertheit über die Europäische Union. Nur 24 Prozent der Europäer glauben, dass ihre Mitmenschen gut über die Europäische Union informiert sind, sich selbst bescheinigen dies immerhin 33 Prozent. Einen großen Generationenunterschied gibt es bei der Frage nach der Hauptinformationsquelle für europäische Nachrichten. Bei allen befragten Europäerinnen und Europäern führt das Fernsehen (54 Prozent) vor der Tageszeitung (34 Prozent) und dem Internet (30 Prozent). Allerdings ist für fast 50 Prozent der jungen Befragten das Internet die wichtigste Informationsquelle.
(entnommen aus den dbb europathemen)

