
Krisengeschüttelte EU-Mitgliedstaaten wie Griechenland stehen derzeit vor enormen Schwierigkeiten, privates Kapital für Investitionen zu beschaffen. Die privaten Geldgeber – auch die Banken vor Ort – gewähren keine Kredite mehr, weil sie nicht mehr bereit sind, das Risiko eines Zahlungsausfalls einzugehen. Da den Mitgliedstaaten selbst aufgrund der Sparanforderungen ebenfalls kein Geld zur Verfügung steht, bleiben wichtige Investitionen gänzlich aus. Es können keine Projekte abgewickelt werden, die wiederum Arbeitsplätze schaffen und positive Auswirkungen auf die Konjunktur entfalten könnten.
Das Problem gefährdet auch strategisch wichtige Projekte der EU-Regionalpolitik, da auch hier private Investoren beteiligt sein müssen, die wiederum vor dem gleichen Problem stehen: Sie erhalten kein Kapital, weil die Banken dies als zu risikoreich bewerten.